Etwas Theorie

Im Jahr 1999 hatte ich angefangen meine Rotorblätter selber herzustellen.Der Grund war, daß ich bei den verschiedenen Herstellern damals keine Rotorblätter für meine Wessex fand. Um erste Erfahrungen zu sammeln baute ich für meine damalige Heim-Mechanik zuerst mal ein Paar mit 1,60 m Rotordurchmesser.

Diese Seite soll einen kleinen Einblick geben, wie man bei einem Selbstbau vorgehen kann und was es zu beachten gibt.
Eins muss natürlich klar sein, mit einem fehlerhaft aufgebauten Rotorblatt gefährdet man sich und seine Umwelt. Es kann zu Unfällen mit schweren Verletzungen führen. Deswegen ist ein gewissenhafter Aufbau jedes einzelnen Rotorblattes Voraussetzung. Wer noch nie mit Glasfaser und Epoyxdharz gearbeitet hat, sollte sich lieber Erfahrungen mit diesen Werkstoffen an nicht so sicherheitsrelevanten Teilen holen. Fachbücher zu diesem Thema findet man zum Beispiel auch bei Amazon.de

Vor dem praktischen Teil erst einmal etwas Theorie:
Um die auftretenden Zugkräfte zu berechnen, nimmt man folgende Formeln:
    mit
    Fz = Fliehkraft in N
    m = Masse des Blattes
    v = Umfangsgeschwindigkeit des Blattschwerpunktes
    r = Abstand es Blattschwerpunktes vom Drehpunkt
Für die Umfangsgeschwindigkeit gilt:
    mit
    V = Umfangsgeschindigkeit in m/s
    n = Rotorumdrehungen pro Minute
    r = Abstand des Umlaufpunktes von der Drehachse
Daraus erkennt man schon leicht, das die Fliehkraft im Quadrat zur Drehhzahl wächst. Die Masse oder der Durchmesser gehen nur Linear in die Formel ein.
Für weitere Berechnungen empfehle ich das Buch von Dieter Schlüter.